Tracking auf dem Annapurna Circuit, Nepal

Schon mal ein Bergpanorama vorweg

 

Tracking auf dem Annapurna Circuit, Nepal

Es war Dienstag der 25. September 2008 als mein Arbeitgeber mir völlig überraschend eröffnete, ich könnte 4 Wochen Urlaub vom 29. bekommen, super. Kurz überlegt und versucht einen Flug am Wochenende nach Katmandu zu bekommen, 4000 Euro und höher (Internetpreise) wurde für den Flug aufgerufen, Hochsaison, zuviel. Nach einschalten vom Firmenreisedienst (wobei auch dieser erst einmal länger suchen musste), gab es ein Flug 2-mal Umsteigen teilweise Business Class, verschiedene Airlines, für 1300 Euro, ok gebucht.

So wurde sich am Freitag nach Feierabend noch ein Reiseführer gekauft und Samstag ging es nach Nepal. Katmandu, ein offizielles Flughafen Taxi genommen, kein Armaturenbrett, Teppich und Innenverkleidung nur noch teilweise vorhanden, die Tür ging nicht mehr zu, auf der Rücksitzbank war wohl nur noch der Bezug da, denn gesessen hat man auf dem Blech darunter, aber es fuhr mich nach Thamel.

Da für zwei Tage eingecheckt um ein Permit für die Wanderung zu besorgen und es ging mit ´Minibussen nach Besisahar (780 m/Höhe) zum Ausgang des Annapurna Trecks. Wobei der Bus 10 km vor dem Zielpunkt streikte, eine Stunde basteln, keine Chance also einen vorbeikommenden Bus stoppen und weiter geht es.

Da es bei Ankunft erst Nachmittag war, ging es gleich noch zu Fuß auf die ersten Kilometer des rund 240 Kilometer langen Track. Da es auf dem Weg viele Unterkünfte gibt ist ein Zelt nicht nötig, ein Schlafsack (Hüttenschlafsack tut es auch) aber sinnvoll, da die Betten nicht immer neu bezogen werden. Wobei, Gewichtsreduzierung ist wie bei allen Wanderungen angesagt. Überflüssiges Gepäck eventuell im Hotel deponieren, so war ich mit ca. 6Kg incl. Rucksack (plus Wasser) unterwegs.

Also wurde noch bis zu einer Unterkunft gegangen und dort genächtigt. Das gute, die Unterkünfte bieten auch ein Abendessen für die Gäste, so war für alles gesorgt. Am zweiten Tag ging es noch etwas durch Flaches Gelände, bevor es ein Fußpfad wurde und er in die Berge anstieg. Die Temperaturen um die 32°C brachten einen dabei mächtig ins Schwitzen. Bei der zweiten Unterkunft traf ich ein Schweizer Pärchen mit dem ich anschließend die nächsten Tage zusammen gewandert bin. Es ging immer höher hinauf und mit der Zeit wurden auch die Temperaturen niedriger, dafür aber die Aussicht auf die Berge immer großartiger.

Die Verpflegung auf diesem Track ist sehr gut, so kommt man immer wieder durch Ortschaften mit Bäckereien oder kleine Restaurants wo man unter anderem auch guten Kuchen bekommt.

Teilweise gibt es dann über 3500 Meter Probleme mit der Höhenkrankheit, wir hatten zum Glück keine und so ging es bis zum höchsten Pass, dem Thorong La mit 5416m Höhe. Hier lag auch noch Schnee, wobei es auch gerade wieder am Schneien war. Auf der Westlichen Seite (wir gingen gegen den Uhrzeigersinn, wie die meisten) war touristisch mehr los.

Hier gibt es einen Flughafen in Jomsom und auch ein paar Fahrwege. Es gibt aber auch leckeren Apfelstrudel.

Am Moon Hill wurde morgens noch dem Sonnenaufgang entgegen gesehen, wobei die Bergkulisse langsam aus dem Dunkeln erwacht und von der Sonne erleuchte wird. Hier waren, bevor die Sonne kam, die Temperaturen wieder mehr als Schattig.

Nach der Runde die bei uns ohne Blasen oder größere Zwischenfälle verlief, ging es nach Pokhara und seinem See. Wo etwas entspannt, über den See gefahren und sich etwas in der Gegend umgesehen wurde bevor es für mich zurück nach Katmandu ging. Da standen noch die Besichtigung von Tempelanlagen auf dem Programm. Wobei ohne Biken ging es dann doch nicht von statten, so lieh ich mir ein MBK und tobte mich etwas aus.

Die Zeit verging mal wieder zu schnell, aber es war ein wunderschöner Urlaub mit einer fantastischen Bergwelt, netten Leute und hervorragenden Tracks zum Wandern. Mit Gewissheit eine Bereicherung fürs Leben mit tollen Erinnerungen, und ich werde wiederkommen.

Fotos zu diesem Text koennt Ihr in der Untergruppe finden, oder Teil 1 hier und Teil 2 hier.