Bayrische Seen Runde
oder
mit dem Rad von See zu See zum Baden
Es ist Winter und ich befinde mich mal wieder in Spanien und habe genug Zeit mir was für den Sommer zu überlegen. So kam ich auf die Idee, die bayrischen Seen abzuklappern. Mit dem Camper in der Hochsaison, keine Chance ein Campingplatz zu bekommen außer mit entsprechender Planung (aber keine Lust dazu) und mit dem Parken an den Badeplätzen ist es ähnlich. So war der logische Entschluss, dieses mit dem Fahrrad, Anhänger und Zelt zu machen.
Das Auto wurde im Juni 26, in einem Industriegebiet abgestellt und los ging es. Nach wenigen Kilometern die Sonne scheint wie verrückt, querte ich die Isar, etwas schnell fließend aber super klar, also erst mal rein zum ersten Bad. Eine Kindergarten Gruppe die dort war, die natürlich dort nicht Baden konnte, hatten mich gleich als Freund deklariert und so erzählten sie schneller als man zuhören konnte.
Anschließen weiter, Hügel rauf Hügel runter und ich kam zum Wörthsee wo es gleich das erste Bade im See gab. Anschließend schnell noch übern Hügel zum Pilsensee auf einen Campingplatz. Auch dort wieder einmal Baden bevor es am nächsten Tag zum Ammersee weiter ging. Es war Freitag 14:00 Uhr und beim Einchecken auf dem Campingplatz noch viel Platz auf der Zeltwiese, vier Stunden später hatte sich die Situation entscheidend geändert, es war voll geworden, halt Wochenende.
Am Starnbergersee ging es den nächsten Tag weiter, zuerst an der Westseite entlang was mir sehr gut gefallen hat, bevor es an der anderen Seite weiter Richtung Süden zum Ostersee ging. Es war zwar Samstag aber man kam an genug Badestellen vorbei, dass man sich eine schöne aussuchen konnte, bzw. mehrere.
Jeder See war anders, die meisten glasklar mal etwas wärmer oder auch kälter, mit meist steinigem Untergrund (Badeschuhe sind da schon keine schlechte Idee). Die Campingplätze waren wie die Seen sehr unterschiedlich aber überall wurde man freundlich empfangen und fand sein Plätzchen. Der Walchensee, wo es am Abend regnete war wohl der kälteste aber sehr schön in die Natur eingebettet. Einen Tage später, unter dessen am Tegernsee gab es einen Regentag. So fing es Morgens vor dem Aufstehen an zu regnen und hielt bis zum späten Nachmittag an, also ein Ruhetag, aber macht ja nichts. Anschließend ging es rüber zum Schliersee, eine kurze Etappe. Daher bin ich nach einem Bad weiter gefahren und fand eher durch Zufall das große Kaiser Camping Outdoor Resort, den Platz hatte ich zwar gegoogelt aber ob man dort mit dem Zelt stehen konnte, keine angaben, war aber gut. Denn zwischen Schliersee und Chiemsee fehlte mir noch ein Platz zum Übernachten. Am Chiemsee gab es natürlich einige, einen rausgesucht und für zwei Tage dort geblieben und an dem Zwischentag eine Badetour gemacht. Und schon ging es am Simssee entlang, mit Baden und noch einer Zeltübernachtung, zum Auto zurück.
Damit endete nach 12 Tagen und 14 besuchten Seen, in denen ich in jedem zumindest ein mal gebadet hatte die Tour ohne irgendwelche Probleme.
Alles in allem eine super Runde mit, bis auf einen Tag Regen, klasse Wetter und einem sich sehr schön präsentierenden Bayern. Eine gute Entscheidung im Winter.