Bangkok – Sydney,

 

9 Monate mit dem Motorrad,

 

Malaysia, Indonesien,   Teil 2

In Malaysia wurde sich an der Ostküste runter bis nach Singapur bewegt. Zwischen durch noch vorgelagerte Inseln und Strände Besucht. In Johor Bahru der Grenzstadt zu Singapur, stellte ich mein Motorrad ab und es ging mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Singapur hinein. Singapur war eine andere Welt, sauber, ordentlich, gepflegt aber auch Teuer und reguliert. Was mich sehr überraschte selbst im Chinesen und Inder Viertel war es sauber, es geht. Anschließend ging an der Westküste nach Kuala Lumpur. Hier standen die Petronas Towers, das Chinesen Viertel, der Funkturm und einige weitere Punkte zur Besichtigung auf dem Plan.

Auf dem Weg nach George Town, war mal wieder richtig Kurven Fahren angesagt, als es in die Berge zu den Teeplantagen ging. Hier wurde Tee getestet und sich die Plantagen und die Herstellung vom Tee angesehen, wobei in der Gegend der ehemalige Einfluss der Engländer stark zu erkennen ist. Kurz vor George Town von wo ich mein Motorrad nach Indonesien senden wollte, gab es dann die erste richtige Dusche, ca. 3 Stunden Sturzregen. Ohne Regenbekleidung mussten halt nachher die Stiefel ausgeschüttet werden, da sie voll waren. Das Motorrad mit dem Frachtkahn (alter Holzkutter, aber Holz schwimmt, so sollte der Kutter nicht untergehen) weg, ich mit dem Passagierboot hinterher. Bei der Ankunft in Indonesien war dann Spießrutenlauf angesagt. Eine Gaunerei hoch 3, so war es nicht ganz einfach ohne viel Schleppergeld zu bezahlen an die Papiere und das Motorrad zu kommen.

 

Nach der stressigen Ankunft auf Sumatra wurden sich halb wilde Gorillas (sie wurden ausgesiedelt in den Urwald und noch etwas gefüttert), der Lake Toba mit seiner Insel, und einige kleinere Dinge auf dem Weg nach Jakarta angesehen. Die Hauptstadt hat nicht gerade die größten Highlights, so wurde der Aufenthalt recht kurz. Da ich noch keine Haftpflichtversicherung für mein Motorrad hatte, versuchte ich noch eine abzuschließen, dieses stellte sich allerdings als nicht möglich heraus. So ging es halt ohne weiter, wobei der Verkehr rund um die Hauptstadt die Hölle ist. So brauchte ich für die letzten, bzw. die ersten100 Kilometer von der Stadt jeweils 5 Stunden, dieses ist nur der übliche Stopp und Go. Weiter ging es über Java, es wurden sich einige Ruinen angesehen oder auch mal ein Botanischen Garten. 

Der Bromo Vulkan stellte dann das nächste Ereignis dar. Hier kann man mit dem Fahrzeug in den ca.5 Kilometer Durchmesser großen Krater hinein Fahren. In dem Krater sind dann noch einmal zwei kleinere Vulkane, wobei der eine noch aktiv ist und vor sich hin, blubbert und Dampf ausstößt. Dann kam Bali in Sicht. Hier ging es erst einmal an die Touristisch wenig frequentierte Ostküste. Es wurde mal wieder getaucht und etwas über die Insel gefahren. 

Anschließend ging es zwischen zwei Vulkankegeln, mit Besichtigung von Reisterrassen und Tempel in die Touristen Hochburg auf der Westseite. Nach ein paar Tagen Aufenthalt mit Disco und Mc.Donald setzte ich zur nächsten Insel über. Der Verkehr nimmt je weiter man sich von Jakarta entfernt, ab und die Straßen werden kurviger. So macht auch wieder das Motorradfahren mehr Spaß. Auf Lombok ging es auf die Insel Gili Travangan, hier wurde im Meer gebadet, getaucht und gefaulenzt. Bei den Komodo Inseln wurden noch die Komodo Warane, die bis zu4 Meterlang werden können sich angesehen und noch einmal für ein paar Tage auf ein Schiff umgestiegen und getaucht. Das Tauchen hier ist durch die Strömung die zwischen den Inseln herrscht, anspruchsvoll aber hat dadurch auch viel Nahrung für die Fische und Korallen. So ist die Korallenwelt und die Fisch Vielfalt fantastisch, super Tauchgänge. Anschließend musste es nun zur letzten Insel von Indonesien nach Timor gehen. Doch die Fähre dorthin drehte nach drei Stunden Fahrt wegen Problemen um, es wurde über Nacht repariert, wieder unterwegs wurde nach einer Stunde umgedreht. Anschließend zur Reparatur stillgelegt. 

Die nächste Fähre fuhr von einem 200 Kilometer entfernten Ort. Dort hin, hing ein Schrieb am Fährhaus die Fähre wurde um einen Tag vorverlegt, also verpasst. Das nächste Schiff legte an einem Steg an, der nur für Personen bestimmt war. So musste das Motorrad  mit einigen Leuten per Hand durch die Ladeluke ins Schiff gehoben werden. Allerdings hatte ich immer noch nicht das Online zu beantragende Visa für Ost Timor, dieses hatten sie Verbummelt. So versuchte ich in Indonesien mein Visa zu verlängern, da dieses auslief, dieses wurde abgelehnt bei dem Visa nicht möglich, keine Chance. So musste ich das Visa überziehen 20 US$ Strafe pro Tag, ohne Quittung 10 US$ bis ich das Visa von Ost Timor in den Händen hielt und über die Grenze konnte. Ost Timor war noch ärmer als Indonesien. In Dili der Hauptstadt waren aber die Preise durch die vielen UN Mitarbeiter die vor Ort waren sehr hoch. Von hier musste das Motorrad nach Australien per Container verschifft werden. Für mich gab es ein Flug.

Fotos zum Text findet Ihr hier 3/5